Apokalyptische Ruhrpott Weisheiten

Seit einigen Tagen, folgten Jacob, Joline und Ben dem Zombiekenner. Es wurde immer kälter, jeden erneuten Tag quälten sie sich durch die eisigen Nächte und suchten nach Lebensmitteln, sowie nach einem Unterschlupf. Zwei Tagesmärsche von Phoenix West entfernt, entdeckten sie eine alte Boutique, wo sie wärmere Kleidung fanden. Jedoch mussten sie vor einem Ruhrpottzombie-Angriff flüchten.

Mordor des Ruhrgebiets oder was?

Endlich am Ziel angekommen, deutete der Zombiekenner auf das Relikt der glorreichen Zeit von Kohle & Stahl -die Hochofenanlage von Phoenix West. „Könnte auch gut Mordor aus „Der Herr der Ringe“ darstellen.“ sagte Ben. „Nur das wir keinen Ring dabei haben!“ ergänzte Jacob.

„Los kommt, wir müssen einen Umweg gehen und uns von einer anderen Seite dem Gebäude nähern!“ erklärte der Zombiekenner. „Dort drüben von der Halde ausgesehen, erhalten wir einen guten Überblick und können überlegen, wie Ihr zum Kollektor kommt.“

Und du bist Dir sicher, dass dieser Kollektor uns helfen wird?“ fragte Joline. „Nix ist sicher aber eine bessere Chance bekommt ihr nicht!“ erwiderte der ZK. „Echt geiles Haldenhopping abgesehen von den bescheidenen Umständen.“ „Naja, hoppen wird der ein oder andere auch noch!“ antwortete ZK.

Der Fremde

Als die Vier sich gerade auf den Weg machen wollten, hörten sie ein leises Geräusch, was ihren Adrenalinspiegel gleich wieder in die Höhe trieb. Vorsichtig schauten sie in Richtung der Bäume, aus dem sie das Geräusch entnahmen und sahen dort einen Mann, der vor einer gelöschten Feuerstelle saß.

Der Zombiekenner ging mit angezogener Waffe voran und fragte nach dem Namen des Fremden.

„Meine Name ist Gunnar.“ antwortete der Mann. „Und was machst Du hier so alleine vor einer Feuerstelle GUNNAR??“ fragte, der mit seiner Waffe drohende Ruhrpott Outlaw. „Ich weiß es selber nicht… ich habe alles verloren, irre schon seit Tagen durch die Gegend und bin total erschöpft.

Du brauchst die Waffe also nicht auf mich zu richten, ich bin euch keine Gefahr!“ erzählte Gunnar entkräftet. „Wo wollt ihr denn hin und habt ihr irgendwie eine Ahnung, was eigentlich passierte?“ fügte er noch schnell hinzu.“Ich bringe die Gruppe hinter mir zu einem Händler, der möglicherweise weiterhelfen kann.“  „Dann würde ich gerne mit euch kommen!“

Nach einer kurzen Abstimmung von 3:1 für Gunnar, konnte sich dieser der Gruppe anschließen. Sie zogen weiter, vorbei am Viadukt und entlang der Gasrohre in Richtung Kollektor.

Laber, Laber, Laber – Die folgenden Apokalyptischen Ruhrpott Weisheiten werden präsentiert vom Zombiekenner

Der Zombiekenner nutzte den langen Weg und prahlte mit seinem Wissen über die Zusammenhänge der Situation, in der sich die Gruppe nun befand. Ob es wirklich stimmte? Oder waren es nur Apokalyptische Ruhrpott Weisheiten vom Zombiekenner? Wer würde das gerade jetzt, nach dem Erlebnis in Schacht 7 jemals anzweifeln.
Der Zombiekenner prahlte erhaben mit seinem postapokalyptischen Wissen, wohlwissend das seine Zuhörer keinen blassen Schimmer hatten. „Man, jeder hat sich seine eigene virtuelle Realität, fernab jeglicher unangenehmer Kritik erstellt hat, wundert sich das nur noch Gefiltertes, aber nicht unbedingt wahrheitsgemäße Informationen, verbreitet wurden. Fuckin‘ Fake News in virtuellen Laberblasen!!
Da wo wir gelandet sind, ist sicherlich ein Ergebnis von menschlicher Dummheit und zuversichtlicher Ignoranz. Hätten die Leute vielleicht doch mal lieber selber denken sollen und nicht alles glauben, was in Twitter und Co. verbreitet wurde.

Der moderne DAU ist salonfähig geworden,  könnte man auch sagen. Keine Ahnung von Nix und davon aber viel!“ laberte und laberte der Zombiekenner ausgiebig weiter. Seine Weggefährten ermüdeten langsam im Nebel der geistigen Unnütze.  „Kehr iss n‘ Snickers und dann erzähl mal lieber, wie es zur Infizierung und dem Ausbruch kommen konnte!“, raunzte Ben in die Runde.

„Nur mal so ganz kurz, wo laufen wir eigentlich genau hin?“ mogelte sich Joline noch dazwischen. „Erst stickum sein und jetzt alle auf einmal!“ erzürnte der Zombiekenner. „Wenn ihr wirklich überleben wollt, dann braucht ihr eine bessere Ausrüstung mit Waffen und so. Ich hoffe allerdings das ihr was interessanten dem Kollektor zum Tauschen anbieten könnt, sonst wird’s nichts geben, es sei denn, ihr lasst euch auf ein Spielchen mit dem Kollektor ein. “

„Wofür tauschen und was für Spielchen?“ fragte Joline. „Das werdet ihr noch früh genug erfahren. Nur soviel noch, ich begleite euch noch ein Stück entlang der Gasrohre und dann werdet ihr den Rest des Weges alleine  gehen müssen.“ erklärte der Zombiekenner schnell und hoffte auf keine weiteren Fragen.

„Aber was ist mit den Zombies und wie ist das alles passiert,  vielleicht ein vertuschter Atomkraftwerkunfall  oder sowas?!“ bohrte Gunnar fragend nach. „Man, ihr hättet meinen YouTube Channel abonnieren sollen, dann bräuchte ich jetzt nicht alles wiederholen!“ Genervt ging der Zombiekenner weiter.

Klar wie Kloßbrühe

„Und was ist nun wirklich passiert?“ fragte Ben und schaute dabei den ZK an. „Es ist doch klar wie Kloßbrühe, wir sind gezielt infiziert worden,… naja zumindest die meisten hier im Ruhrpott, und wer weiß ob die es unter Kontrolle halten können!“ „Die?“ Verwundert guckten die Vier den ZK an. „Ja die verkappten Wissenschaftler, mit Dr.Polish an der Spitze, welcher gerne herumexperimentiert!“  „Woher weißt Du das denn so genau?“ fragte Ben.

Der Zombiekenner erläuterte, „Ich bin damit schon lange unterwegs und habe tiefer recherchiert, dabei habe ich mich auch leider mit den falschen Leuten im Darknet vernetzt. Nicht harmlose Hacker oder so, ich sach nur Digital Crime Unit. Da steckt viel drin und wie immer geht es nur um’s Geschäft!“

„Ach deswegen läufst Du so paranoid herum!“ konnte sich Jacob nicht verkneifen und unterbrach damit die lange Laudatio vom ZK. „Paranoid?! Du wirst schon sehen, naja vermutlich auch nicht, wenn Du weiter so komische Fragen stellst!“

„Nein bestimmt nicht, die Zombies machen mir da mehr Angst!“ „Aber wenn die gezielt infiziert wurden, dann gibt es doch bestimmt ein Gegenmittel dafür… oder nicht?“ unterbrach Joline die hitzige Debatte zwischen Jacob und dem ZK. „Vielleicht , vielleicht auch nicht!“

„Und was hast Du nun vor?“ fragte Ben. „Ich verfüge Hinweise über ein Labor Namens L.A.E.R. und genau das werde ich versuchen zu finden. Meine letzte Recherche ist leider von diesem Blackout unterbrochen worden, sodass mir noch einige Informationen fehlen. Könnten wichtig sein!“ „Welche Informationen?“ unterbrach Gunnar. „Tja, das wüsste ich auch gerne. Ich brauche eine Möglichkeit, wo ich die ganzen Informationen von einem USB Stick abrufen kann!“

„Leider gibt’s kein Strom im Überfluss mehr!“ „Nicht hier aber möglicherweise noch im Labor was bestimmt durch ein Notstromversorgungsnetz ausgestattet ist.“

„Mensch ich hab kein Bock mehr zu latschen!“ rief Joline. „Reiß dich zusammen wir haben wohl keine andere Wahl, als mit dem Ruhrbaron zu laufen und uns sein Gelaber reinzuziehen!“ raunte Jacob.

Als der Zombiekenner gerade weiter labern wollte, wurden sie plötzlich von einem lauten Knall unterbrochen. „Scheiße, was war das?!“ rief Ben. Wo kam der Knall her?Aufgeschreckt schauten sie in verschiedene Richtungen, bis der Zombiekenner rief: „Lauft ihr Narren!“

Laufen oder Sterben

Alle liefen schnell hinter ihm entlang der Mauer her . Offensichtlich wusste er was zu tun ist.

Vorsichtig gingen sie weiter und konnten noch nicht erkennen was passierte da die lange Mauer sehr unübersichtlich war. Welche Gefahr könnte dort lauern?

Leise und wortlos schlichen sie die Mauer unterhalb der rostigen Gasrohre entlang. Der                          Zombiekenner sah zuerst etwas und hatte seinen Finger bereits am Abzug, um jederzeit reagieren zu   können. Einen Moment später kam es zur Begegnung mit einer maskierten Gestalt, die später als        der Cleaner bekannt wird.

 

Der Cleaner

Eine maskierte Person richtete eine Pistole auf eine männliche Gestalt, die blutüberströmt und regungslos an einer Mauer lag. Ein Schild, mit der nicht ganz lesbaren Aufschrift „CLEAN“ deutete darauf hin, dass diese Person hinüber war.  Die Lage spitzte sich zu, als der Zombiekenner und seine Begleiter dem Maskierten näher kamen und den regungslosen Mann an der Mauer sahen.

‚Wer ist das? Was ist passiert?  Trägt der Mann etwa eine Maske, weil das Gebiet verseucht war?‘ Neben einer allgemeinen Schockstarre, waren es genau diese Fragen, die der Gruppe durch den Kopf fuhren.

Wie in einem Westernduell, starrten sich der Cleaner und der Zombiekenner für eine Weile an und richteten ihre Waffen aufeinander.

Es war eine explosionsartige Stimmung zu spüren, in der jede falsche Bewegung ein Desaster auslösen  würde.  Hielt der Zombiekenner den Cleaner in Schach? Oder etwa der Cleaner den                      Zombiekenner? Der  Zombiekenner realisierte langsam, dass der Maskierte einen Zombie erledigte und ihnen sogar damit einen Gefallen getan hat. Eins noch, wenn Blicke töten könnten, dann hätte man hier die Waffen sparen können.

Fast in Zeitlupe und beeindruckt von der beängstigen Gestalt mit der Steampunkmaske, gingen Joline, Jacob, Ben und Gunnar langsam um den Zombiekenner herum. Dennoch zügig genug um dieses schreckliche Szenario schnell hinter sich zu lassen.
„Ihr wisst wo ihr hin müsst. Nun geht, rasch!“ rief der Zombiekenner. Das taten die Vier auch, was hätten sie auch sonst tun können?

Wenn Blicke töten könnten

Hielt der Zombiekenner den Cleaner in Schach? Oder etwa der Cleaner den Zombiekenner?
Der Zombiekenner realisierte langsam, dass der Maskierte einen Zombie erledigte und ihnen sogar damit einen Gefallen getan hat. Eins noch, wenn Blicke töten könnten, dann hätte man hier die Waffen sparen können.

Getrennte Wege führen oft zusammen

Wir konzentrieren uns nun, auf die kleiner gewordene Gruppe von Ruhrpott Seelen, die weiterhin auf dem Weg zum Kollektor waren. Das ganze Areal glich einem Lostplace und führte die Geflüchteten durch längst ausgestorbene Straßen.

„Interessantes Graffiti.“ sagte Ben, als sie einen tunnelartigen Weg entlang gingen.“

Apropos Graffiti, was hast du eigentlich vor dem ganzen Chaos gemacht?“ fragte Jacob Gunnar. „Sportwaffenverkäufer!“ antwortete dieser. „Ha, was für eine Ironie…,“ mischte Ben mit, „…wo wir doch nun wirklich jetzt Waffen bräuchten!“

„Wie das wohl mit dem Zombiekenner und Cleaner ausging.“ murmelte Joline vor sich hin. „Weiß keiner, es sind auch keine Schüsse mehr gefallen… oder aber der Ruhrbaron und das maskierte Fressbrett stehen immer noch da!“ witzelte Jacob. „Was war da wohl los, und warum trug der so eine bescheuerte Maske?“  fragte Gunnar. „Wahrscheinlich ein armer Irrer, der in der Apokalypse nun seine Berufung gefunden hat. Wer weiß, was der zu verheimlichen hat!“ fügte Jacob hinzu.

„Was würde ich jetzt für eine Mantaplatte geben.“ grummelte Gunnar.“ Tja, Hunger wird heutzutage einfach überbewertet!“ antwortete Ben.
Nachdem sie das Tunnelende erreichten, kam das Gelände um den Hochofen sichtbar näher und die Anspannung wurde größer. Keiner dachte mehr an den Zombiekenner oder an den Cleaner in diesem Moment.

Nach einer Weile entlang der alten Gasrohre von Phoenix-West, trafen sie auf den besagten Zugang.

„Hier muss es sein.“ sagte Ben. „Wat ’n Kabuff, konnte sich Jacob nicht verkneipfen. Ohne zu zögern,  gingen sie weiter zum nächsten Tor, dort wo der Kollektor sie schon von weitem sah. Was die Gruppe  dort erwartete konnte keiner ahnen.

Beim Kollektor – Be or to be collected.

Schon vor der Apokalypse, richtete der Kollektor sich seinen Unterschlupf auf dem Gelände von Phoenix West am Hochofen ein. Er ist die Sorte von Mensch, der man lieber aus dem Weg gehen sollte. Ein Tauscher, Fälscher und sadistischer Händler, der nur seine eigenen Interessen verfolgte. Außerdem nutzte er die Mitmenschen in der Apokalypse nur aus, um in windigen Tauschgeschäften seine Vorteile zu ziehen.

Der Kollektor erwartete die Gruppe schon, denn seine Videoanlage funktionierte selbst in der                Apokalypse noch.

Sein Lieblingsspielzeug -eine Sanduhr-, setzte er gerne in Tauschgeschäften ein, um den                            Hilfebedürftigen ein wenig zu helfen, wenn sie nichts zu bieten hatten. Ließ man sich auf den windigen Tauschhandel ein, so begann ein Spiel auf Zeit.

Ben, Joline, Jacob und Gunnar trafen nun auf den besagten Kollektor. Ben ging fragend voran: „Bist Du der Kollektor?“ „Schon möglich.“ erwiderte dieser kurz. „Hat euch etwa ein gewisser Zombiekenner diese nette Wohngegend empfohlen? Wo ist er eigentlich? Ich muss mit ihm noch etwas klären! Oder hat er euch etwas für mich mitgegeben?“ hakte er hintersinnig nach.

Escape Room – Spiel auf Zeit

„Wer und wo dieser Zombiekenner ist, wissen wir nicht. Wir haben nur gehört, dass Du uns weiterhelfen und mit diversen Gegenständen ausstatten kannst!“ antwortete Ben. „Wenn ihr dem Tauschgeschäft    gegenüber aufgeschlossen seid, dann kann es durchaus sein, dass ich euch weiterhelfen kann!“ grinste der Kollektor. „Wir haben aber nicht viel an Gegenständen zum Tauschen!“ erklärte Joline. „Ich              sammle nicht nur Gegenstände!“ erwiderte, der nun zynisch klingende Kollektor. „Hat jemand von        euch zufällig ein Tattoo am Unterarm?“ fragte er und zog eine Augenbraue hoch. „Warum interessiert    Dich das??“ fragte Jacob.

„Lasst uns das alles in meinen Geschäftsräumen besprechen!“ antwortete der Kollektor und öffnete das Tor. Der ehemalige Händler aus dem Darknet schritt voran und die Tauschwilligen gingen hinterher. Das Spiel auf Zeit konnte beginnen.

 

Unter Beobachtung

Es gibt weitaus mehr Interessierte in diesem Ruhrpottdrama, als da wäre noch Major Z.O.T zu erwähnen, der von weitem die Handlungen, an der Kathedrale der Arbeit beobachtete.

Notiz für das Apokalyptische Protokoll: Erneuter Sichtkontakt mit einer nicht bekannten Gruppe; bestehend aus fünf Personen. Es ist nicht erkennbar, ob der dem L.A.E.R entkommene Patient [AV-P1] auch dabei ist!! -Ende der Sprachnotiz- 

Wer steckt eigentlich hinter Major Z.O.T. und was interessiert ihn bei seinen Beobachtungen so genau?

Klar ist nur, dass er als Chef des Zombie Outbreak Teams, im Auftrag von dem wahnsinnigen Dr.Polish unterwegs ist.  Die beiden waren vor dem Ausbruch schon Verbündete und gründeten das L.A.E.R (Labor für außergewöhnliche Ereignisse im Ruhrgebiet).
Und wer zur Hölle ist dieser Cleaner. Kürzlich entdeckte Aufnahmen, zeigen den Maskierten in der Nähe von Phoenix West.


Wie entwickelt sich die Story um Ben, Jacob, Joline und Gunnar weiter? Und wo ist eigentlich der Zombiekenner hin?

To be continued….

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