Die Apokalypse im Auge

Als Jacob und Joline an der alten Zeche ankamen, war keiner von ihren Freunden zu sehen. Jacob fuhr vorsichtig, den mit Schotter aufgefüllten Weg, der Zeche, entlang. „Mist, wo sind Ben und Anna?“ stammelte Joline fragend.

Jacob interessierte das in diesem Moment nicht, da er äußerst konzentriert durch die scheinbar sichere Gegend des Zechengeländes fuhr.
Sicher ja, aber dennoch vorsichtig, denn man kann ja nie wissen, ob nicht hinter dem nächsten Förderturm ein Zombie oder was auch immer hervorkommen könnte.bild2

„Jacob, halt mal an…haaaaaaalt mal an!!“ schrie Joline.  Jacob blieb abrupt mit seinem Motorrad stehen. Als beide vom Bike abstiegen, hörte Joline ein Geräusch.
„Was ist denn los?“ fragte Jacob seine Schwester. „Ich glaube, ich habe dort drüben etwas gehört.“ erwiderte Joline. „Was genau meinst du? Einen Walker? Oder was?“ kam es wieder fragend, aus dem Mund ihres Bruders heraus.

„Man nein, das mussten Anna und Ben gewesen sein!“ antwortete Joline genervt. Und noch bevor Jacob „nicht“ rufen konnte, da stieg Joline vom Bike und ging ein paar Meter in die Richtung, aus der sie die Geräusche gehört hatte. „Wenn es Ben oder Anna gewesen wären, dann hätten sie sich doch zu erkennen gegeben.“ sagte Jacob leicht verunsichert.
„Vielleicht auch nicht.“ erwiderte Joline,  „es hörte sich so an, als wären sie total verängstigt.“

ravioliFür einen Augenblick mussten beide schmunzeln, als sie den Ravioli Aufkleber gesehen hatten. „Weißt du noch?!“ sagte Joline und verdrehte die Augen.
„Yep, die intelligenten Vorschläge zur Volksverdummung, mit dem Slogan „Leute kauft auf Vorrat ein“. Hamsterkäufe a la Ravioli und Nudeln, pah…!“ schnaubte Jacob ironisch.

„Lauft bloß weg!“ rief es auf einmal aus dem Gebüsch. Die Stimme war anders aber bekannt, naja irgendwie ängstlich und gehetzter als sonst.
Es war Ben’s Stimme und er lief Jacob und Joline direkt in die Arme. „Hey Ben, was ist los und wo ist Anna?“ fragte Jacob verwundert. „Weiß nicht, weg oder so! Ich bin nur noch gerannt, als ich so einen komischen, blutverschmierten, kaputten Typen sah. Er sah mich und lief hinter mir her…
„Du meinst…wwie soo eein Waalker??“ druckste Joline rum. „Lasst uns abhauen! Wer weiß was noch passiert.“ sagte Jacob.
Andere Geräusche wurden nun lauter und deutlicher.
Eine Schockstarre machte sich breit und Ben war immer noch nicht in der Lage zu beschreiben, weshalb er Kniegas gab. Aber er zeigte auf den Weg wo er her gerannt kam und sagte, „Guckt selbst“.„Scheiße man, das ist ein Zombie!!“ – „Los abhauen!“ sagte hastig Jacob.  „Genau das meinte ich doch!“ stotterte Ben, der nun seine Sprache wieder erlangt hatte.

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„Was ist mit Anna?“ fragte Joline ihren Kumpel. „Sie war auf einmal weg.“ sagte Ben.bild5
„Falls da noch mehr sind, hat da eh niemand mehr eine Chance.“ sprach Jacob zu den Beiden. „Bist du bekloppt? Wir lassen doch Anna nicht einfach zurück!“  raunte Joline zurück.
„Los wir verziehen uns und beobachten was passiert, denn der Kerl da drüben kommt doch etwas zügig näher.“
Ben zog an Jacobs Jacke da dieser in diesem Moment die Apokalypse im Auge spürte.

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Aus welchem Grund auch immer dieser Kerl zum Zombie, Walker oder zum Untoten mutierte, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und es war bestimmt auch nicht der richtige Zeitpunkt, das jetzt herauszufinden. Dieser Kerl sah nämlich nicht so aus, als könnte man mit ihm gut Kirschen essen. Mit einem leeren Blick und auf der Suche nach Fleisch, torkelte er durch die Gegend.

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Joline, Jacob und Ben suchten in der kargen Zechenlandschaft ein Versteck, um erst einmal zu verstehen, was überhaupt los ist und um dem Zombie zu entkommen, sowie zu überlegen, was sie nun in der Situation tun könnten.

bild8Aus dem Versteck heraus, konnten die drei den Walker sehr gut beobachten. Natürlich gab keiner einen Ton von sich, denn das könnte verheerende Auswirkungen haben. Tot ja, aber wohl nicht taub, denn anscheinend wird das Gehör bei der Verwandlung zum Untoten verbessert. Er kam gefährlich näher. Fast zu nah!

 

 

bild9Eine gewisse Kälte durchdrang ihre Körper, insbesondere als der Zombie in ihre Richtung schaute und die drei für einen Moment dachten, er hätte sie entdeckt. Tatsächlich war es ein Untoter, sozusagen ein Ruhrpottzombie. Sein Gesicht war gezeichnet von blutunterlaufenden Augen und bleichgrauer Haut.

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Er war um den Mund so mit Blut verschmiert, als hätte er kürzlich rohes Fleisch vertilgt.

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bild13Puh, Glück gehabt. Der Walker zog weiter!Die drei waren sehr nervös, denn es könnten ja noch zig weitere Zombies hinter den Mauern, der alten Zeche, lauern.
Dennoch war eins klar, sie mussten da rein.  Auch wenn die Gänge lang, dunkel und möglicherweise von Zombies umlagert sind. Schon alleine, weil Anna sich da irgendwo versteckt haben musste, führte daran kein Weg vorbei. Andere Gedanken lies keiner zu. „Pssst, während der weiterläuft, schleich ich mich mal ums Eck und schaue mal vorsichtig nach.“ flüsterte Jacob.

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Als die Luft rein war, winkte er Ben und Joline zu sich. „Alles klar kommt rüber!“ Ben und Joline rannten leicht geduckt zu Jacob rüber.
Sie hatten nun die Hausmauer, der alten Zechenhalle, erreicht und schauten vorsichtig rüber zum Gebäude, wo Anna möglicherweise sein könnte.
Wohlwissend, dass es gefährlich wird, gingen sie hinein………..

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