Vertrauen ist kein Geschenk

Mit einer spürbaren Bedrohung kamen die Untoten, geprägt von Gier und Gestank, immer näher. In dieser fast ausweglosen Situation  zählte jede Sekunde!!

„Wartet mal! Vielleicht szene-1bekommen wir die Tür ja doch noch auf!“ johlte Ben und deutete auf einen Stuhl im Gang hin. „Wenn wir damit die Türscheibe zerstören, dann kommen wir möglicherweise an die Kette von außen ran.“ „Wow, jetzt kommt die MacGyver Variante oder was?!“ grummelte Jacob.

„Hast du etwa eine bessere Idee?“ fragte Joline.szene-2
Wohlwissend, dass es sich hier um die letzte Chance handelte, griff Ben nach dem Stuhl und zielte damit auf die Tür.

Und gerade wo er den Stuhl in die Glastür schmeißen wollte, da sahen die drei, dass jemand sie beobachtete.

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In diesem heiklen Moment, näherte sich ein mysteriöser  Fremder dem Gebäude, der sehr merkwürdig gekleidet war.

Keine Mine verziehend, beobachtend und scheinbar sehr vorsichtig, kam die gewissermaßen rettende Gestalt, dem Gefahrenort näher. Westernartig trug er, gut sichtbar über seinen blutverschmierten Mantel, einen überproportionierten Patronengurt.

Und wäre der Zeitpunkt nicht so ungünstig gewesen, dann hätte man noch ausgiebig über sein ungewöhnliches, aber beeindruckendes Outfit philosophieren können. Doch belassen wir es vorerst einfach mal bei einem Abklatsch, aus einem Steampunk Movie. Vielleicht Mad Max oder sowat ähnliches.

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Es wurde knapp, verdammt knapp. Doch Vertrauen ist kein Geschenk. Erst als der Ruhrpott Outlaw, die angespannte Situation ausgiebig analysiert hatte, ging er langsam, aber gezielt zur Tür. Noch rechtzeitig entriegelte er, auf eine coole Art und Weise das Schloss mit der rostigen Kette.

 

Endlich befreit…

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Die Freiheit war greifbar nahe und die Tür wieder offen.

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Vorbei am Fremden, liefen Joline, Jacob und

Ben aus dem Schacht heraus. Doch leider ohne Anna.

Sie hatten es gerade noch rechtzeitig geschafft,  bevor die Walker sie erwischen konnten.

Der mysteriöse Mann übernahm die Initiative und kümmerte sich um die seelenlosen Ruhrpottler.

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Schnell griff der scheinbare Retter die Tür und mit einer Wucht, warf er diese heftig zu. Dabei klatschten die Ruhrpottzombies wie Fliegen vor eine Wand.

 
szene-8Kettengerassel…

Die Pforte machte er so geschickt und routiniert zu, als ob er im Verschließen von Türen mit Ketten, bereits einiges an Erfahrung hatte. Naja, jedenfalls ganz unbekannt waren solche Situationen für ihn nicht.

Atempause…

Erschöpft und erleichtert, standen sie nun wieder vor Schacht 7 und mussten erst einmal tief durchatmen. Doch von wirklicher Freude war keine Rede, denn der Plan Anna zu finden, ging nicht auf.

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„Fuck was war das denn für ein irrer Trip? Oh man, du hast den Zombie aber eiskalt erledigt, danke.“ schnaufte Ben und bedankte sich bei Joline, welche noch sichtlich geschockt war. „Das kann man doch fast alles gar nicht glauben was hier gerade abläuft.

Zombies im Ruhrpott. Auch wenn alles ziemlich auf alle möglichen Zombiefilme und Serien hindeutet die wir bisher so gesehen haben, kann ich es dennoch kaum realisieren. Es ist besser schnell Antworten zu finden. Vielleicht haben durchgeknallte Wissenschaftler ein Testgebiet im Ruhrgebiet ausgesucht, um ihren wahnsinnigen Vorstellungen oder Experimenten nachzugehen.“ philosophierte Jacob.  „Du meinst,  die haben es gezielt darauf angelegt, um mal zu schauen was passiert und wir sind nun Teil dieses Endzeitszenarios?!“ entgegnete Ben.

szene-10Wer weiß, vielleicht kann uns der Typ da drüben mehr dazu sagen!“ erwiderte Jacob. „Wenn ich mir den so anschaue, sieht er doch bestens vorbereitet aus!“ sprach Joline. „Oder er ist einfach nur ein postapokalyptischer Kackenhauer!“ mutmaßte Jacob und schmunzelte. Der eben genannte Kackenhauer, stand allerdings nur da und beobachtete die drei. Als er schließlich auf Ben, Jacob und Joline zukam, kam es zu Spannungen.

Hast du die Tür vorher abgeschlossen oder warst du nur reinzufällig hier?“ übernahm nun Jacob das Wort, wobei er den Fremden locker anstarrte und ihm nicht seine innere Unruhe spüren ließ. „Wie kann man auch nur so irre sein, in so ein Gebäude hineinzulaufen?!“ erwiderte der Fremde.

„Egal, hast du vielleicht unsere Freundin Anna gesehen?“ fragte Joline. Mit einem verachtenden „Nein“ ging er weiter und ließ die drei einfach stehen.szene-11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Hey bleib stehen und warte!“ brüllte Ben. Aber der Fremde ging unbeeindruckt weiter.„Los hinterher, der ist uns ein paar Antworten schuldig und kann vielleicht auch weiter helfen!“ rief Jacob.

Immer noch geschockt vom Zombierun in Schacht 7, folgten sie dem Fremden. Später werden sie ihn als den Zombiekenner kennenlernen.

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Wer ist eigentlich dieser Zombiekenner? Nur ein verkleideter Spinner oder ein Wissender in Zeiten der Apokalypse, den man doch lieber an seiner Seite haben sollte?!

To be continued…

Für das Warten ein „Don’t Open – Dead Inside“ Special. Vielen Dank an Michael D. für die begleitende Mucke 🙂

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